Informationen zum Drehorgel Selbstbau

20er Drehorgel mit Lochbandsteuerung

Drehorgelwagen

Der Wagen für die Drehorgel wird anders ausgeführt, als in der Baubeschreibung beschrieben.
Hierbei war für mich in erster Linie der optische Gesamteindruck wichtig. Ich konnte mich von Anfang an nicht mit den U-Bügeln über den 14" Rädern anfreunden.

Somit wird der Wagen in ähnlicher Weise gebaut, wie sie auch bei Raffin, bzw. bei Stüber angeboten werden.

Der Wagen wird die selbe Stellhöhe von 55cm haben. Die sichtbaren, rund gebogenen Federn werden nur Atrappen sein. Damit soll ein zu starkes Aufschaukeln der Drehorgel beim Spielen verhindert werden.



Als Räder verwende ich einfache 14 Zoll Kinderwagenräder mit Autoventil.

Diese gibt es u.a. günstig bei ebay.

Links sind nur zwei Räder abgebildet. Das Linke mit dem Kunststoffkranz auf der Nabe (Das Teil ist für die Feststellbremse der Kinderwagen), das rechte ohne.

Ob die Räder mit oder ohne Kunststoffkranz genutzt werden, wird sich im Laufe des Baufortschrittes zeigen. Ggf. kann der Kunststoffkranz, wie beim Kinderwagen auch, als Bremse verwendet werden.


Das Gestell wird aus 4x25mm Flachstahl zusammengeschweißt.

Das Bild zeigt eine erste Probebiegung für die Federatrappe. Das geht wunderbar  mit den günstig bei Ebay angebotenen Rundbiegemaschinen für max. 7mm Rundstahl, sowie max. 5x25mm Flachstahl.


Das Biegen mit der Rundbiegemaschine.


Das erste fertig gebogene Gestellteil.

Die genauen Maße wurden durch Anhalten an den Aufsetzkasten des Wagens ermittelt. Auch die Räder wurden mit einbezogen.

Der Kreisdurchmesser war jedoch durch die 14 Zoll Räder bereits vorgegeben. 

Der Durchmesser beträgt ca. 180mm.


Die beiden fertig gebogenen Gestellteile übereinandergelegt.


Die fertigen Gestellteile, nun mit abgesägten Kreissegmenten.


Das fertig zusammengeschweiste Gestell.


Das Gestell mit probeweise aufgesetzten Rädern.


Der Aufsetzkasten im Rohbau. Wie im Bild ersichtlich, erhält der Kasten seitlich eine Schublade zur Unterbringung von Lochbändern, sowie Zubehör.


Im unteren Bereich, dort wo die Federn an den Trägerkasten gescharubt werden, habe ich zusätzlich noch Verstärkungsleisten aufgeschraubt. Die dicken Leisten wurden von innen angeschraubt.


Das Federgestell einmal provisorisch aufgelegt.

Hier sieht man, warum die Verstärkungsleisten zu den Enden hin etwas angeschrägt wurden, dadurch sieht es ein wenig ästhetischer aus.

Das Federgestell wird mit 6mm Gewindeschrauben befestigt. Hierfür werden auf der Gegenseite, im Trägerkasten, 6mm Einschlagmuttern eingeschlagen.


Die Befestigung der Deichsel. An einen, dieser Halter wird, wenn fertiggestellt, die Deichsel angeschweißt.

Es hätte eine Halter genügt. Da der Halter jedoch an beiden Seiten des Drehorgelwagens angeschraubt werden kann, habe ich gleich einen zweiten gefertigt, an dem dann zusätzlich ein Trägergestell, oder Sonnenschirmhalter angeschweißt werden kann.
Somit können, wenn benötigt, beide Seiten des Drehorgelwagens ausgestattet werden.

Die Halter werden dann später mit 6mm Flügelschrauben, am Trägerkasten befestigt. 


Der Drehorgelwagen ist im Rohbau fertig.

Wie man sieht, fehlt die Schublade noch komplett. Die Schublade kann zu jeder Zeit gefertigt und eingebaut werden.

Am Boden des Tragekastens sind die zwei 6mm Einschlagmuttern zu sehen, an denen das Fahrgestell befestigt wurde. Die selben Einschlagmuttern werden auch zur Befestigung der Deichsel, sowie des weiteren Tragehalters verwendet.

Der Dehorgelwagen wird ebenfalls dunkel gebeizt und lackiert.

Ob der Wagen ggf. noch eine Bremse bekommt, die in die Zahnkränze eingreift, steht noch in den Sternen. Eigentlich sollte ein Zwischenlegekeil genügen.


Der fertig lackierte Drehorgelwagen.

Es fehlt noch die Schublade, sowie die Deichsel.


Die fertige Schublade.

Damit die Schublade komplett genutzt werden kann, wurde sie mit einem Vollauszug versehen.
Insgesamt können 15 Lochbänder untergebracht werden. Die Einsteckschächte sind ca. 10x10cm.

Ich habe bei meiner Körpergröße das Glück, dass ich den Trägerkasten von der Innenhöhe her, so bemessen konnte (bei 14 Zoll Rädern), dass sogar die Lochbanddosen und -kartons hochkant hineinpassen.

Um das bei kleineren Personen zu bewerkstelligen muß man ggf. auf 12 Zoll Räder zurückgreifen.

Denn die Kurbelachse der Drehorgel soll ja ungefähr auf Höhe des Ellenbogens liegen. Bei mir ist das ungefähr bei 1,20m der Fall.

Was hier noch fehlt, ist die gebeizte und lackierte Schubladenaussenplatte. Die wird einfach unter Zurhilfenahme der Befestigungsschrauben des Schubladengriffes mit an die Schublade geschraubt.


Der Griff / Deichsel des Drehorgelwagens.

Der Einfachheit halber, und auch meiner Werkstattausstattung geschuldet, wurde die Konstruktion rein rechtwinklig umgesetzt.

Es wurde 10x10mm Vierkantvollstahl verwendet.

Der Griff ist ein einfaches 30mm Buchenrundholzstück.
Zur Befestigung des BuchenRundholzes am Griffgestell wurden jeweils in die beiden Vierkanteisen ein 4mm Innengewinde geschnitten.


Die Anbringung des Griffes/Deichsel am Drehorgelwagen.

Die Befestigung erfolgt mit zwei 6mm Flügelschrauben.

Damit das Holz nich zerkratzt, wurde unter die beiden senkrechten Streben Filz geklebt.